Sprechblase in der steht: Im Idealfall sgast und spürst du freudig, wenn du dein WHY-Statement liest: Ja, das bin ich. #TOOL

Start with WHY, but HOW?! Eine spielerische Anleitung für dein Why-Statement

Entwickle in 5 Schritten spielerisch dein 'WHY' inspiriert von Simon Sineks Golden Circle. So verleihst du deinem Business Sinn und Richtung.

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Kategorie: Positionierung

Maren Martschenko
Maren Martschenko

Fragst du dich manchmal „Warum mache ich das eigentlich alles?!?“ Bei mir gibt es schon immer wieder diese Momente der Verzweiflung. Mein Sohn sagte in eben einem solchen einmal zu mir: „Mama, du musst dir diese Frage auch beantworten.“ Recht hatte er.

Simon Sineks TED Talk “How Leaders Inspire Action” und sein Konzept des Golden Circle haben mir hierfür den entscheidenden Impuls gegeben, wie wichtig es ist, mit dem ‘Warum’ zu beginnen.

Golden Circle von Simon Sinek

Bevor ich dir die fünf Schritte zeige, wie du selbst dein WHY-Statement formulierst, will ich zwei gängige Missverständnisse in dem Kontext auflösen:

Beim WHY geht es nicht um das ‘warum’ im Sinne einer Ursache, also warum du dich irgendwann mal selbständig gemacht hast. Es geht um das ‘wozu’, den Zweck deines Unternehmens, also was du anderen mit deiner Arbeit ermöglichen möchtest. Das ‘Warum’ sollte die Vision und Mission deines Unternehmens reflektieren.

Und das bringt mich zum zweiten Irrtum: Das WHY-Statement ist kein Marketing-Slogan, mit dem du deinen Vertrieb ankurbelst. Es ist vielmehr eine zentrale Leitlinie für dich und alle Menschen, die in deinem Unternehmen arbeiten. Ein starkes WHY dient dir als Kompass für dein tägliches Handeln und leitet dich bei deinen kleinen und großen Entscheidungen.

Bestandteile und Beispiele

Ein WHY hat drei Bestandteile.

  1. Was ist dein Beitrag? Das ist ein Verb.
  2. Für wen leistest du den Beitrag? Das können bestimmte Menschen, Organisationen, Unternehmen oder die ganze Welt sein.
  3. Wozu? Das ist die Veränderung, der Nutzen, die Wirkung, die du mit deinem Beitrag bei diesen Menschen herbeiführst.

Hier ein paar Beispiele bekannter Marken, denen es unterschiedlich gut gelingt, ein starkes und emotional ansprechendes WHY zu formulieren:

Microsoft: Unsere Mission ist, jede Person und jedes Unternehmen auf dem Planeten befähigen, mehr zu erreichen.

Nike: We bring inspiration and innovation to every athlete* in the world. If you have a body, you’re an athlete.

Greenpeace: Greenpeace ist eine Organisation, die mit direkten gewaltfreien Aktionen für den Schutz, der natürlichen Lebensgrundlagen von Mensch und Natur und Gerechtigkeit für alle Lebewesen kämpft.

Patagonia: We are in business to save our home planet.

Mein eigenes Why: Ich inspiriere und bestärke Menschen, mit ihrem Business ihren eigenen Weg zu gehen und dadurch die Welt besser zu machen.

Du merkst: Beim WHY geht es um viel mehr als nur ein paar schicke Worte auf deiner “Über mich”-Seite. Dein ‘Warum’ ist dein persönlicher Nordstern, dein Antrieb, der Sinn hinter allem, was du tust.

Im Idealfall sagst und spürst du freudig, wenn du es liest: Ja, das bin ich.

So und nun schnapp dir einen Kaffee, Stift und Papier und lass uns gemeinsam deinem persönlichen ‘Warum’ auf die Spur kommen.

Hier sind fünf Schritte, die dir spielerisch den Weg weisen

1. Collect moments: Denk mal zurück an die Zeiten, in denen du so richtig in deinem Element warst. Diese Momente, in denen du gedacht hast: “Ja, das ist es!” Die sagen eine Menge darüber aus, was dich antreibt und was für wen ermöglichst.

2. Bestandteile auspacken: Jeder dieser magischen Momente besteht aus drei Teilen: dem Beitrag, den du geleistet hast (sammle die Verben), wer davon profitiert hat (das ist die Zielgruppe) und was letztlich dabei herausgekommen ist (das ist die Wirkung, der Nutzen, die Veränderung). Diese Puzzlestücke zusammengesetzt ergeben ein Bild von deinem ‘Warum’.

3. Kreatives Chaos: Schnapp dir Stift und Papier und spiel ein bisschen Wort-Salat. Nimm all die Verben, Personen und Nutzen und setze die Begriffe neu zusammen, finde Überbegriffe und Gemeinsamkeiten.

4. Das richtige Feeling: Dein ‘Warum’ sollte sich anfühlen wie deine Lieblingsjeans – passt perfekt und fühlt sich super an. Such dir ein paar Adjektive, die dieses Gefühl beschreiben, und jongliere ein wenig mit Worten, bis sie wie Musik in deinen Ohren klingen. Und falls das nicht gleich gelingt, wähle einen Song aus, der das Gefühl für dich vermittelt.

5. Auf zur digitalen Bilder-Schnitzeljagd: Wie heißt es so schön? Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Wenn du noch mit den Worten ringst, stöbere auf Pinterest oder in Bilddatenbanken nach Bildern, die dein ‘Warum’ widerspiegeln. Das stimmigste Bild wird dir dabei helfen, dein Statement emotional zu verbalisieren.

Denk dran, dein ‘Warum’ ist nicht für deine Kund:innen oder dein Marketing-Team. Es ist für dich und alle, die mit dir zusammenarbeiten. Es ist die Basis, auf der du Entscheidungen triffst und danach handelst, egal ob bei großen Projekten oder beim Beantworten einer einfachen E-Mail.

Start with WHY … and never stop

Es ist okay, wenn dein ‘Warum’ sich mit der Zeit verändert. Das Leben ist keine Einbahnstraße, und dein ‘Warum’ wird mit dir wachsen. Fange mit dem ‘Warum’ an und hör nie auf, es im Alltag als Leitstern zu nutzen und weiterzuentwickeln. Es hilft dir, authentisch zu bleiben und nicht mehr an der Frage „Warum mache ich das alles eigentlich” zu verzweifeln.

Also, leg los und hab Spaß dabei! Dein ‘Warum’ zu finden, muss übrigens keine Ewigkeit dauern. Mache beim 5-Tage-Sprint im Magnetprodukt-Club mit, und freu dich auf das, was dabei herauskommt. Es wird nicht nur dir, sondern auch deinem Business eine ganz neue Tiefe und Richtung geben. Let’s play!

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