Sieben Stolpersteine beim Ziele Planen

Bist du der Typ „Treibholz“ und vertraust dich lieber dem Strom des Lebens an? Dann brauchst du dir keine richtungsweisenden Ziele setzten. Allen anderen lege ich es sehr ans Herz.

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Kategorie: Planung

Maren Martschenko
Maren Martschenko

Immer wieder höre ich Unternehmer:innen Sätze sagen wie „Ich brauche mir gar keine Ziele setzen, weil es eh anders kommt“ oder „Wer sich ein festes Ziel setzt, schaut nicht mehr rechts und links“.

Weder das eine noch das andere ist richtig ­– sofern du dir Ziele setzt, die es dir erlauben, den Weg zu ändern. In Zeiten von großer Unsicherheit im Innen und Außen brauchen wir Ziele, die uns die Richtung aufzeigen, aber nicht die Segel vorschreiben, die wir dafür zu setzen haben. Wir brauchen Ziele, die uns motivieren, uns trotz Aussicht auf Unwetter auf den Weg zu machen. Wenn wir segeln wollen, brauchen wir Wind 😉

Oft scheitert es bereits an der Formulierung

Ich habe sieben Stolpersteine beim Ziele Planen beobachtet:

  • Die Ziele werden halbherzig formuliert.
  • Es werden Ziele aufgeschrieben, die persönlich nicht die höchste Priorität haben.
  • Die notierten Ziele sind von vornherein unerreichbar, weil man überhaupt nicht über die zeitlichen, mentalen oder fachlichen Ressourcen dafür verfügt.
  • Die Ziele werden so formuliert, dass man nicht erkennt, wann das Ziel erreicht ist.
  • Die Ziele werden formuliert und vergessen oder sind nicht auffindbar.
  • Die aufgeschriebenen Ziele sind eigentlich nur Ideen oder vorhaben.
  • Sie sind als To-dos formuliert.

Überprüfe mal dahingehend deine Ziele – insbesondere die Ziele aus der Vergangenheit, die du dir gesetzt, aber nicht erreicht oder zwischendurch aufgegeben hast.

Dann vergleiche sie mit den Zielen, die du gesetzt und konsequent verfolgt hast. Das müssen gar keine Businessziele sein. Es können auch Reiseziele oder sportliche Ziele sein. Wie hast du dir diese gesetzt? Erkennst du einen Unterschied in der Formulierung?

Vielleicht bist du ja auch der Typ „Treibholz“ und vertraust dich lieber dem Strom des Lebens an. Dann brauchst du dir keine richtungsweisenden Ziele setzten. Wahrscheinlich bist du dann auch ein Typ, der:die generell gut mit Unsicherheit umgehen kann. Das ist völlig fein.

Tipps beim Ziele setzen

Falls du aber der Typ bist, der Orientierung braucht und schätzt, könnten dir diese Tipps helfen, deine Ziele so zu formulieren, dass du sie konsequent verfolgst:

  • Schreibe dir nur Ziele auf, die dir persönlich wichtig sind.
  • Formuliere sie einfach und klar.
  • Setze dir nur Ziele, bei denen du über die zeitlichen, mentalen und fachlichen Ressourcen hast, um dich auf den Weg zu machen.
  • Breche große Ziele in kleinere Etappen mit einem zeitlichen Horizont von maximal drei Monaten herunter.
  • Setze dir keine konkurrierenden Ziele.
  • Formuliere das Ziel so als wäre es schon erreicht.
  • Ein Ziel ist ein Zustand, den du erreichen möchtest, es ist nicht der Weg.
  • Schreibe dir deine Ziele dort auf, wo du sie jederzeit im Blick hast bzw. mit einem Griff zur Hand hast, z.B. ausgedruckt in deinem Tagesplaner oder auf dem Schreibtisch.
  • Wenn du dein Ziel liest, weißt du, in welche Richtung du losgehen musst.

Wie ist es bei dir? Gehörst du zur Fraktion „Ziele setzen“ oder „Lohnt sich nicht“?

In beiden Fällen lohnt es sich, bei unserem DARF-Sprint vom 23. Bis 27. Januar 2023 mitzumachen. Dafür einfach als Basismitglied anmelden.

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